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Testbericht Canon IXUS 100 IS by Michael Fankhauser 2009
Technische Daten:
Ultraschlankes IXUS-Design
12,1 Megapixel
Objektiv mit 3,0fach optischem Zoom und optischem Bildstabilisator
Smart-Auto-Modus mit Scene-Detection-Technologie
DIGIC 4
Motion-Detection-Technologie
Face-Detection-Technologie
2,5-Zoll-PureColor-LCD II
i-Contrast
HD-Movieclips (1.280 x 720, 30 Bilder/Sekunde) und HDMI™-Anschluss
Bedienungsanleitung:
http://de.software.canon-europe.com/files/soft32708/manual/IXUS100is_CUG_DE.pdf
Lieferumfang:
Schon die Schachtel lässt auf die kleinen Dimensionen der Kamera schliessen. Im Vergleich zu anderen Kamera-Verpackungen zeigt Canon auch hier was ‚kompakt’ heisst. Mit dabei ist natürlich die Kamera mit Akku und dem dazu passenden Ladegerät, das USB-Schnittstellenkabel und das übliche AV-Kabel. Zudem gibt es eine CD mit Treibern (braucht man mit neuen Betriebssystemen eigentlich nie) und eine CD mit dem erweiterten Handbuch. Schade hat Canon hier nur das ‚Erste Schritte’ in gedruckter Form beigelegt. Bei den umfangreichen Funktionen der Kamera wäre auch das komplette Handbuch gedruckt wünschenswert gewesen.
Aber noch viel mehr hat mich das Fehlen des HDMI-Kabels gestört. Man hat eine Kamera mit HD-Funktion im Sortiment, bewirbt grossartig das für Kompaktkameras seltene Feature an und legt dann nicht einmal das passende Kabel bei. Zumal das Originalkabel mit CHF 70.- massiv überteuert ist. Eine Speicherkarte ist auch nicht dabei, wobei das bei den meisten Kameras ja auch der Fall ist.
Funktionsumfang:
Bei den Kompaktkameras besass ich schon eine der ersten Nikon-Coolpix Modelle, danach eine FuijFilm, dann wieder eine der neusten Nikon-Coolpix und nun die Canon. Und ich muss sagen, dass der Funktionsumfang bei der IXUS 100 IS im Vergleich zu den anderen Modellen/Anbietern positiv auffällt. Viele Motiv-Programme bieten zusätzliche Optionen über die ‚DISP’-Taste. Alles ist irgendwie einstellbar, wenn auch zum Teil nur umständlich über Tastenkombinationen erreichbar. Und irgendwie hat man das Gefühl es gibt bei jeder Einstellung noch ein Tick mehr Möglichkeiten als bei anderen Herstellern, sei es nun die Farbtöne oder die Einstellung der Gesichtserkennung. Viele kleine Gimmicks findet man erst mit dem Studium der kompletten Bedienungsanleitung, so kann man z.B. eine Uhr (mit Datum) durch das gedrückt halten der Taste ‚FUNC./SET’ anzeigen. Und selbst bei der Uhr lässt sich die Farbe verändern. Diese kleinen Spielereien verdeutlichen dass Canon nicht mit Funktionen und Optionen geizt.
Sonst kann die Kamera alles was der Hobby-Fotograf auch von anderen Kompaktkameras kennt. Die Gesichtserkennung mit Blinzelwarnung, das automatische Erkennen der richtigen Szene, Bewegungserkennung, optischer Stabilisator, ISO 3200 mit Reduktion der Auflösung und Panoramafunktion sind nur einige Beispiele die bei etwas teureren Canon-Modellen zum Standart geworden sind.
Ein grosses Plus ist unumstritten die HD-Videokamera, mit der nun auch das Filmen mit der Digitalkamera zu einer echten Alternative wird. Die Möglichkeit das Video zu schneiden hat Canon natürlich gleich eingebaut.
Mit dem, im Internet frei verfügbaren, CHDK (Canon Hacker’s Development Kit) lassen sich die IXUS-Modelle auf das Funktionsniveau teurer Digital-Spiegelreflexkameras pimpen, inkl. RAW-Format und Serienaufnahmen mit unterschiedlicher Beleuchtungseinstellungen (HDR-Fotografie). CHDK verändert die Firmware in der Kamera nicht, daher geht auch der Garantieanspruch nicht verloren.
Bedienung:
Getreu der IXUS-Linie ist die grafische Aufmachung sehr minimalistisch gehalten, es gibt keine prächtigen Vorschaubilder für die verschiedenen Motivprogramme wie wir es von anderen Modellen kennen. Aber eigentlich macht das auch gar nichts, so bleibt mehr Raum für die Echtzeit-Vorschau auf dem Display und es wirkt etwas professioneller als die vielen bunten Icons.
Erste Anlaufstelle ist der Schiebeschalter mit dem man zwischen Vollautomatik, Manuelle Bedienung und Videokamera umschalten kann. Danach kommt man über die ‚FUNC./SET’-Taste zu den verfügbaren Einstellungen. Wenn man tiefer in die Menü-Funktionen hinein tauchen will, geschieht dies meistens über die ‚DISP’-Taste. Mit der ‚MENU’-Taste kommt man von jedem Punkt aus zum allgemeinen Kamera-Menü. Die Menüs sind zum Teil etwas umständlich verschachtelt aber Canon versteht es den Benutzer mit kleinen Hinweis-Symbolen auf die möglichen Aktionen aufmerksam zu machen. Diese kleine Hilfe zieht sich durch alle Menüs hindurch.
Die Tasten sind alle mit dem Kamera-Gehäuse bündig eingebaut, das erschwert leider die Bedienung für grobmotorische Menschen ungemein. Die wichtigste Taste, der Auslöser, ist aber gut positioniert und hat einen angenehmen Druckpunkt.
Bildqualität:
Die Kritik über die Bildqualität ist ein zweischneidiges Schwert, weil erstens habe ich kein Labor um die Kamera richtigen Tests auszusetzen und zweitens hängt die Beurteilung stark vom subjektiven Empfinden des Betrachters ab. Für mich gibt es eigentlich nur drei extrem unterschiedliche Szenarien für Kompaktkameras. Das wäre zum einen die Aufnahme im Freien am Tag wo in der Regel mehr als genug Licht vorhanden ist, zum anderen die Aufnahme in Räumen ohne Blitz und dann noch die Aufnahme mit Blitz. Natürlich gibt es Makro-Aufnahme etc. aber das sind eher selten verwendete Funktionen wenn man über alle Fotos im Leben einer Kamera schaut.
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