Vorteile / Nachteile des Messsucher-Prinzips
Hallo liebe Fotografie-Freunde. Ich möchte Euch diesmal nicht einen von mir geschriebenen Beitrag auf Euer Auge drücken sondern Eure Erfahrungen mit in diesen Beitrag einfließen lassen.
Es geht um das Thema Vorteile & Nachteile des Messsucher-Prinzips an einer Fotokamera. Ich werde eine Pro-Liste und Contra-Liste aufmachen und Ihr könnt Euch in den Kommentaren eintragen. Am Ende jedes Abends werde ich die Kommentare in die Liste einfügen, um so eine objektivere Meinung darstellen zu können.
Ich hoffe Ihr macht mit und seid kreativ. Es können auch Situationsbeispiele genannte werden, in denen man mit Messsucherkameras wenig anfangen kann. Dafür gibt es einen extra Bereich.
EDIT: es sind nun Eure Beiträge mit eingefügt worden. Vielen Dank. Ich hoffe Euch fällt weiterhin noch mehr ein.
Ich freue mich auf Eure Beiträge.
Vorteile vom Messucher-Prinzip:
- Fokussiergenauigkeit bis +/- 90mm Brennweite
- kleinere Objektive, besonders im Bereich des Weitwinkel
- kleiner und unauffälliger als eine (D)SLR
- durch geringere Größe meist sehr handlich (Street Fotografie geeignet)
- allgemein etwas leisere Auslösung (kein Spiegelschlag)
- vorhandener Durchblick auch während der akuten Belichtungszeit (kein Blackout)
- helles Sucherbild, bleibt auch bei schwierigen Lichtverhältnissen noch besser ablesbar
Nachteile vom Messsucher-Prinzip:
- genaues Fokussieren bei Brennweiten > 90mm fast unmöglich
- Komposition des Bildes in hohen Brennweiten fast unmöglich
- Parallaxenfehler / Dejustierung erst nach der Aufnahme erkennbar
- Macroaufnahmen nur sehr schlecht möglich
- Schärfeverteilung nicht im Sucher sichtbar, was gerade mit sehr lichtstarken Objektiven viel Vorstellungskraft abverlangt, um sich in das Foto zu denken
- etwas vergessliche Leute sehen erst beim Resultat, ob der Deckel auf dem Objektiv belassen wurde
- elitär verklärter Blick einzelner Nutzer und Anbieter bzgl.dieses Prinzips
Neutral (für einige positiv, für manche negativ; für mich persönlich positiv)
- kaum/keine Automatiken, was das Handwerk mehr in den Vordergrund rückt
- keine Zoomobjektive
- Konzentration auf das Wesentliche
- Sucherrahmen-Prinzip (im Vergleich zum “Tunnel” einer (D)SLR)
Situationsbeispiele / Sprüche:
Auf einem Stuhl lässt es sich besser arbeiten, als in einem Sessel. Denn Gemütlichkeit ist kein Faktor der die Konzentration steigert. Man neigt dazu sich zu sehr zurückzulehnen. (das_tanzende_ES)
Und es gibt Situationen, da wäre man auch bei der Leica für eine Vollautomatik dankbar. Denn sie verzeiht keinen Fehler des Fotografen. Ist ein Foto schlecht belichtet oder unscharf, darf er sich an die eigene Nase packen, neben die sich die M bei der Aufnahme geschmiegt hat. (FAZ.net)
Blinzeln des Modells während der Aufnahme ist selbst beim Blitzen erkennbar. (VarioSix)

Vorteile einer Messsucherkamera sehe ich folgende:
+ kleiner und leichter als entsprechende Spiegelreflexkamera
+ eventuell leiser, da kein Spiegelschlag, hängt aber vom verbauten Verschluss ab
+ Nur Festbrennweiten vorhanden, die meistens auch Lichtstärker ausfallen als entsprechende
Zoomobjektive
Nachteile:
- möglicher Parallaxenfehler
- keine Macroaufnahmen möglich, bzw. nur mit unhandlichen Hilfsmitteln
- Für Brennweiten, die nicht im Sucher eingebaut sind, kein Parallaxenausgleich möglich, kein Rahmen
und man benötigt einen Aufstecksucher
- Kein Zoom möglich
Es gibt sicher noch mehr Vor- und Nachteile, die mir aber gerade nicht einfallen.
Beste Grüße von Bodensee,
Michaela
Ist doch schonmal was. Falls dir mehr einfällt gerne und immer
Danke schonmal.